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Bolivien: Nach dem Blutbad kommt Potosí

Potosí – Reiseinformationen und Hostel Tipps

Nächster Halt Potosí! Mit einer Höhe von 4090 Metern ist Potosí eine der höchsten Städte der Welt. Und hier war es, wo unser wahres Abenteuer begann.

Potosi
Potosi

Wir machten uns also, (noch) mit all unseren Taschen (viel zu vielen) auf von unserem Hotel Richtung Busterminal in La Paz um von dort aus mit dem Bus nach Potosi zu fahren.
Am Tag zuvor hatten wir uns jeweils 2 Semi Camas (Schlafsitze) für je 60 Bs für die 9-stündige Busfahrt von La Paz nach Potosí gebucht. Der Bus sollte um 13 Uhr abfahren und nach etwa entspannten 10 Stunden um 22 Uhr in Potosi ankommen. So weit so gut.

Der erste Eindruck des Busses war so jaaa, hmm, naja, vielleicht eher, man könnte sagen er war näher an einer ToiToi Toilette als an einem Bus dran und auch die zwei Busfahrer hatten mehr Ähnlichkeit zu Quasimoto als zu einem naja Busfahrer eben. Und eben diese zwei Busfahrer hatten erst mal keine Ahnung, dass Sie in Potosi stoppen mussten, obwohl uns am Schalter eindeutig gesagt wurde, dass der Bus nach Potosi fahren würde. Naja aber nach einer kurzen Diskussion hatten wir Ihnen das dann schließlich doch noch klar gemacht und alles schien so weit erst mal geregelt. Sie luden also nun unsere Taschen in den Bus (oder auch nicht?) zusammen mit etwa zwei Tonnen Cocablätter und schon ging es los in unseren Semicamas, die wie sich herausstellte normale Sitze waren. Aber wir wollen ja nicht wählerisch sein und sahen darüber hinweg schließlich hatte der Bus genügend Räder und einen Motor, was ja ausreichen sollte, um uns nach Potosi zu bringen. Leider hatten wir uns getäuscht, wie sich später herausstellen sollte.

Zusätzliche Informationen: 9 stündige Busfahrt = keine Toilette (aber wer, wagt es schon sich bei diesen Preisen zu beschweren? Ich jedenfalls nicht)

Potosi
Potosi

Ein Fall für Sherlock Holmes

Von da an lief erst mal alles ganz entspannt und es schien so als würden wir pünktlich in Potosí ankommen, bis 2 Stunden vor unserem Ankunftsort der Bus im Nirgendwo eine Panne hatte, oder zwei oder drei.
Zwei Quasimodos, ein Clown und ein Höhlenmensch versuchten nun den Schaden mit all Ihrem mechanischen Wissen, zu beheben. Und das sah auch zunächst nicht schlecht aus, den wer hätte das gedacht nach nur etwa einer Stunde lief der Bus wieder rund, zumindest für genau 1,23 Minuten. Nach dem der Bus weitere 3-5 Mal den Geist aufgab schafften es wir es dann doch noch mit einer Verspätung von nur 5 Stunden heil nach Potosi. (Übrigens, Pinkeln unter freiem Himmel inmitten vom Nirgendwo ist definitiv unterbewertet)

So nun war es bereits 3 Uhr nachts und wir waren endlich in Potosi nur gab es da ein kleines Problem, meine Tasche war es nämlich nicht. Wie von Geisterhand war meine Tasche auf dem Weg von La Paz nach Potosi plötzlich verschwunden. Mir ergaben sich nun mehrere Theorien:

  1. Meine Tasche wurde gar nicht erst in La Paz in den Bus eingeladen und schlichtweg einfach dort vergessen.
  2. Die Tasche wurde während einer der vielen Reparaturen aus dem Bus raus genommen und nicht wieder eingeladen.
  3. Die Tasche wurde gestohlen oder unterschlagen
  4. Quasimodo konnte sie einfach unter all dem Coca nicht finden und Sie tauchte schließlich beim entladen in Villazon wieder auf.

Leider wird dieser Fall ungelöst bleiben und zu den Akten gelegt.

Stray dog Potosi
Stray dog Potosi
Potosi Plaza
Potosi Plaza

Nach mehreren Gesprächen mit der Busfirma gab ich schließlich die Hoffnung auf meine Tasche jemals wiederzubekommen. Das Gute dabei war, ich reiste nun um einiges leichter.
Also versuchte ich diesen Zwischenfall so schnell wie möglich zu vergessen und fing an meine Zeit in Potosi und dem La Casona Hostel in der Nähe des Hauptplatzes zu genießen.
Doppelzimmer im La Casona kosten 50 Bs und als Highlight gab es dann dort auch die ersten warmen Duschen auf unserem Trip durch Bolivien, Yeaaahh!!! Und auch nicht so schlecht war, dass das Frühstück im Preis inklusive war.

Cerro Rico
Cerro Rico

Grundsätzlich haben wir nicht besonders viel in Potosi unternommen, was vielleicht auch daran lag, dass es in Postosi, außer der Möglichkeit die Mienen im Berg Cerro Rico zu besuchen(Cerro de Potosi 4,824 Meter hoch) nicht viel zu machen gibt. Aber anstatt in die Mienen zu gehen, hatten wir uns dazu entschieden den Berg in, welchem sich die Miene befindet zu besteigen. Jedoch nicht den ganzen Berg, einen Teil, um eine schöne Aussicht über die Stadt zu haben. Und wir haben mit Sicherheit nicht nach einer Weile aufgegeben, weil wir außer Atem waren, denkt das bloß nicht, denn ich rauche nur ganz wenig, naja vielleicht manchmal aber nicht immer aber vielleicht doch auf über 4000 Metern. Wir wissen es nicht, es könnte Tausende Gründe geben, welche zum plötzlichen Abbruch unseres Aufstiegs geführt haben. Den Rest der Zeit haben wir damit verbracht Menschen, zu beobachten und Semmeln in uns reinzustopfen (die besten Brötchen und Aufschnitt außerhalb Deutschlands!!). Man muss ja schließlich auch mal ein bisschen entspannen nach dem Erklimmen eines Berges.

 

Gute Hostels in Potosi

Hier: Liste der besten Hostels in Bolivien

Hostel Casa Blanca Potosi

Preis: Bett im Schlafsaal ab 8,00 Euro Privates Zimmer 19,00 Euro

Checkt die aktuellen Preise hier auf booking.com 

Lest die Bewertungen auf Tripadvisor

 

Hostal Eucalyptus

Preis: Privates Zimmer 20,27 Euro

Checkt die aktuellen Preise hier auf Hostelworld.com

Lest die Bewertungen auf Tripadvisor

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